Hilfe, mein Kind will Influencer werden!

Simon

Du sitzt gemeinsam mit Deinem Sohn oder Deiner Tochter am Frühstückstisch und ihr unterhaltet euch über mögliche Berufe. Und dann verkündet dein Nachwuchs den Berufswunsch: Influencer. Doch was ist das eigentlich? Lässt sich damit genug Geld verdienen und kann man in diesem Bereich eventuell sogar eine Ausbildung machen? Fragen wie diese beantworten wir Dir in diesem Artikel

Influencer als Beruf

Die Bezeichnung Influencer ist noch nicht besonders alt. Seit den 2000er Jahren werden damit Menschen bezeichnet, die soziale Medien nutzen, um dort etwa Lebensstile oder Produkte bewerben. Dabei zeichnet sie aus, dass eine große Anzahl an Menschen ihre Aktivitäten verfolgen. Beliebte Plattformen für Werbeträger sind beispielsweise Tiktok und Instagram. Einige Unternehmen und Firmen setzen diese heutzutage gezielt zu Marketing-Zwecken ein. Aber lässt sich damit ausreichend Einkommen erzielen? Hierzu lohnt sich ein Blick auf einige Zahlen von Statista Research Department. Jene Werbeträger, die etwa auf Instagram zwischen 1000 und 5000 Follower gesammelt haben, verdienen mit einem bezahlten Post zwischen 10 und 60 US-Dollar. Handelt es sich hingegen um große Influencer mit über einer Millionen Follower, so konnten laut Statistik mit einem einzelnen Beitrag 15.000 Dollar und mehr erzielt werden. Der genaue Preis je Beitrag hängt dabei allerdings von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Beispielsweise der Reichweite, der Produktionskosten, einer speziellen Nische oder der Zielgruppe. Eine Umfrage zum Einkommen pro Post gibt es unter diesem Link nachzusehen.

Lässt sich Influencer eigentlich lernen?

Eine klassische Ausbildung oder ein Studium zur Influencerin oder zum Influencer gibt es nicht. Allerdings können sich damit verwandte Studienrichtungen oder Ausbildungen in den Bereichen Marketing, Social Media, PR und Design eignen. Studienfächer wie die genannten haben oft auch Inhalte zum Thema Influencer-Marketing im Angebot. Ansonsten bedeutet der Beruf allerdings vor allem viel Hingabe, eigenes Gespür für Trends und Fleiß. Mit ein paar netten Bildern und Videos pro Woche ist es leider nicht getan. Dabei spielt immer auch etwa Glück und gutes Timing mit hinein, damit der Weg zum Influencer erfolgreich wird. Wer sich einmal in der Szene umhört, der weiß: die allermeisten Influencer haben einmal klein begonnen und sich nach und nach ihr online Imperium aufgebaut.

Es gibt auch Schattenseiten

Influencer begleiten unsere Kinder heute fast überall. Angefangen bei der Werbung in Prospekten bis hin zu lustigen Videos auf YouTube. Dabei ist es für Dich als Eltern vor allem wichtig, dich auch kritisch damit zu beschäftigen. Immerhin handelt es sich eben um ein hartes Gewerbe. Das Deutsche Kinderhilfswerk gibt in einem umfangreichen Ratgeber wichtige Tipps für Eltern im Umgang mit Influencern im Zusammenhang mit Kindern.

Fazit: Influencer auf Instagram oder Tiktok

Fakt ist: Influencer zu werden ist kein leichtes Unterfangen. Auch wenn es sich dabei in einigen Jahren vielleicht um einen herkömmlichen Beruf wie Fotograf oder Designer handelt: Der Weg zum erfolgreichen Influencer ist steinig und nur wenige schaffen es, damit auch das Leben finanzieren zu können. Übrigens: In unserer Bling App wird es ab dem Jahr 2022 integrierte Mentoren-Klassen geben. Es handelt sich dabei um eine Art Master Class für Jugendliche. Dort werden dann unter anderem auch erfolgreiche Influencer aus der Szene ihre Erfahrungen zum Beruf teilen und wertvolle Tipps geben.

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